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Digitale Schule?

Computer helfen den Schülern, sich auszudrücken und kreativ zu sein. Computer verbinden. Ich nutze den PC im Technik- und Wirtschaftsunterricht als Werkzeug. Weil Kinder heute wahnsinnig schnell Zugang zum Know-how digitaler Medien bekommen, sehe ich mich auch als Vermittler von Handlungsoptionen und Wertvorstellungen. Ich nutzte die Erkenntnisse meiner Schülerinnen und Schüler aus ihren persönlichen Computererfahrungen für die Gestaltung des Unterrichts. Das ungezwungene Lernen mit Minecraft oder vergleichbaren Spielen ist nach meiner Auffassung beispielhaft. Wenn Schule es schaffen würde, diese Lust am Lernen in ähnlicher Weise zutage zu bringen, dann ist das Berufsbild des Lehrers im herkömmlichen Sinn bald Geschichte. Wir brauchen Bildung, die zum Selbstläufer, im Sinne eines Wasserrades am fließenden Bach, wird. Was wir nicht brauchen ist Bildung, die polarisiert in Schüler, die im Laufrad alter Wissensbestände stets ihr Bestes geben (müssen) und Schüler, die sich weigern oder nicht in der Lage sind diese Anstrengung zu unternehmen. Möglicherweise ist die digitale Schule ein Schlüssel dafür.

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Motiviert oder ehrgeizig?

Das Ergebnis ist immer dasselbe. Ich strenge mich an, aber es reicht nicht. Was soll ich dagegen tun?

So wird die Spirale der Frustration ihren Verlauf nehmen. Leistungen, die nicht den Ansprüchen genügen, sind für einige Schülerinnen und Schüler oft mit enormem Kraftaufwand verbunden. Warum dieser nicht belohnt wird, liegt an den Maßstäben unserer leistungsorientierten Bildung. Mit Tempo und mit Druck geht es leider nur dann voran, wenn besondere Voraussetzungen zur Höchstleistung bestehen. Dies ist wohl nicht die Norm. Eliten können sich jedoch in diesen kühlen Denkräumen deutlich herauskristallisieren. Hier ist Ehrgeiz der Antrieb. Nur verlieren darf man nicht bei diesem Wettlauf, dann fällt man tief, früher oder später.

Doch zurück zum „Fall“ am Anfang. Nicht Ehrgeiz, sondern die Aussicht darauf, es doch noch zu schaffen, kann zum rettenden Antrieb werden. Aber wie soll das gehen? Sind doch die Anforderungen unangemessen, und nicht jeder findet das gleiche Ziel erstrebenswert. Schlechte Zensuren geben dann den Rest. Warum ist Bildung im Rahmen der Beschulung so ungerecht verteilt. Die Sieger sind zum Siegen verdammt und die Verlierer werden zu Statisten oder Störfaktoren im System.

Ich glaube an gute Bildung für alle, darin besteht meine Motivation. Doch woran glauben die Schülerinnen und Schüler? Sie sind es, denen Mut und Hoffnung durch Zuspruch gegeben werden kann. Wenn echte Vorbilder verschwinden, dann verschwinden Wünsche und Visionen. Hoffnung besteht dennoch, den Funken der Begeisterung zu zünden, damit er auf die überspringt, denen grauer Alltag beständig neuen Frust beschert.

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