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Facebook mag mich.

Facebook hat mir soeben ein Video geschenkt, als Dankeschön dafür, dass ich Teil dieser großen Gemeinschaft bin. Ich habe mich gewundert, denn ich dachte, warum macht Facebook mir diese kleine Freude. Habe ich neben meinen wirklich wenigen Freunden auf Facebook weitere Beobachter, denen ich wichtig erscheine. Wenn es nicht so merkwürdig wäre, könnte man sich geschmeichelt fühlen. Aber öffentliche Bilder sind halt für jedermann zugänglich, also kann Facebook damit machen, was es will, z. B. ein Video über mein Profil. Nur ich kann es mir anschauen oder teilen. Die Macher sind vermutlich die Personen „Algorithmus“ und „Zufallsgenerator“, denen ich leider nicht meinen Dank aussprechen kann. Natürlich gibt es auch noch Entwickler und andere kluge Köpfe, die einen Anteil daran haben, dass ich zur Geisterstunde dieses kleine Präsent durch Facebook überreicht bekommen habe. Die wahren Helden sind aber, wie so oft namenlos bzw. nicht erwähnt. Deshalb habe ich auch etwas zu verkünden:

Liebes Facebook,

ich habe diesen Beitrag für Dich gepostet. Damit danke ich Dir, dass ich nachts nicht alleine vor dem Bildschirm hocken muss.

Liebe Grüße

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Motiviert oder ehrgeizig?

Das Ergebnis ist immer dasselbe. Ich strenge mich an, aber es reicht nicht. Was soll ich dagegen tun?

So wird die Spirale der Frustration ihren Verlauf nehmen. Leistungen, die nicht den Ansprüchen genügen, sind für einige Schülerinnen und Schüler oft mit enormem Kraftaufwand verbunden. Warum dieser nicht belohnt wird, liegt an den Maßstäben unserer leistungsorientierten Bildung. Mit Tempo und mit Druck geht es leider nur dann voran, wenn besondere Voraussetzungen zur Höchstleistung bestehen. Dies ist wohl nicht die Norm. Eliten können sich jedoch in diesen kühlen Denkräumen deutlich herauskristallisieren. Hier ist Ehrgeiz der Antrieb. Nur verlieren darf man nicht bei diesem Wettlauf, dann fällt man tief, früher oder später.

Doch zurück zum „Fall“ am Anfang. Nicht Ehrgeiz, sondern die Aussicht darauf, es doch noch zu schaffen, kann zum rettenden Antrieb werden. Aber wie soll das gehen? Sind doch die Anforderungen unangemessen, und nicht jeder findet das gleiche Ziel erstrebenswert. Schlechte Zensuren geben dann den Rest. Warum ist Bildung im Rahmen der Beschulung so ungerecht verteilt. Die Sieger sind zum Siegen verdammt und die Verlierer werden zu Statisten oder Störfaktoren im System.

Ich glaube an gute Bildung für alle, darin besteht meine Motivation. Doch woran glauben die Schülerinnen und Schüler? Sie sind es, denen Mut und Hoffnung durch Zuspruch gegeben werden kann. Wenn echte Vorbilder verschwinden, dann verschwinden Wünsche und Visionen. Hoffnung besteht dennoch, den Funken der Begeisterung zu zünden, damit er auf die überspringt, denen grauer Alltag beständig neuen Frust beschert.

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Versuch einer Vita

Ich habe einen Beruf erlernt. Dieser verschwand. Grund dafür war nicht die Digitalisierung, sondern die deutsche Wiedervereinigung. Ich habe anschließend studiert. Mein Studiengang definiert sich heute anders, weil sich die Rahmenbedingungen verändert haben. Ich trage heute eine Berufsbezeichnung, die ich zum Teil meiner beruflichen Erfahrung verdanke. Ist ein Abschluss Garantie und Qualitätssiegel für solide Arbeitsergebnisse?

Berufung und Beruf sollten dasselbe meinen. Was wäre, wenn Berufe aufhören zu existieren, da deren Inhalte nicht mehr festgeschrieben werden können. Die Statik heutiger Berufsmerkmale ist den praktischen Erfordernissen einer Arbeitswelt 4.0 kaum gewachsen. Ein künftiger Job setzt sich aus Kompetenzen zusammen, die einem permanenten Wandel unterliegen. Habe ich das richtige Puzzle gelegt in meiner Vita? Passt mein Profil oder fehlen Teile? Und die anderen Jobs? Wir prognostizieren das zunehmende Verschwinden von vielen einfachen Tätigkeiten. Durch digitale Umwälzungen entstehen aber auch neue Jobs, die anspruchsvoller werden. Ansprüche zu erfüllen, wird zum Erfordernis der Bürger im digitalen Zeitalter.

Meine Sicht auf die Arbeitswelt der Zukunft ist geteilt. Einerseits wird vieles leichter mittels neuer Technologien, andererseits, sind wir stärker gefordert. Es sind nicht nur die neuen Anforderungen an Bildung, auch die Teilhabe muss das Thema der Zukunft sein. Warum? Weil es zunehmend schwerer wird, Schritt zu halten.

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